Tarifvertrag assistenzarzt schweiz

Dieser Bericht stellt die Ergebnisse einer Studie vor, in der die Beiträge von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Berufsverbänden zur Einstellung und Bindung von Personal (außer Ärzten) im Gesundheitswesen bewertet wurden, während es darum kämpft, die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung, Haushaltszwänge und Fachkräftemangel zu bewältigen. Die Studie bezieht sich auf krankenhausbezogene, häusliche und häusliche Pflege im öffentlichen und privaten Sektor in den EU-27-Ländern (mit Ausnahme von Lettland und Finnland) sowie Norwegen. Der Bericht enthält eine Zusammenfassung der Beschäftigungs-, Ausgaben- und politikpolitischen Trends in diesem Sektor und identifiziert die wichtigsten Organisationen der Sozialpartner. Er untersucht die Tarifverhandlungen und den sozialen Dialog und ihren Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen, vor denen der Sektor steht, insbesondere bei der Steigerung seiner Attraktivität als Arbeitgeber für Krankenschwestern und Pflegekräfte durch einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Löhne, Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsbedingungen. In der Schweiz gibt es keinen gesetzlichen Mindestlohn, obwohl einige Arbeitsverträge Mindestlöhne in bestimmten Bereichen festlegen, z. B. in der Gastronomie und im Hotelgewerbe. Der dreigliedrige soziale Dialog ist weit entwickelter als der zweiseitige Dialog. Dies gilt insbesondere (wenn auch keineswegs ausschließlich) für die mittel- und osteuropäischen Länder, in denen die Arbeitgeberorganisationen oft weniger gut etabliert sind und der Staat weiterhin eine wichtige Rolle im sozialen Dialog (und in einigen Fällen bei Tarifverhandlungen) spielt. Der Bericht stellte fest, dass die Arbeitnehmer in diesen Sektoren in den untersuchten Ländern im Allgemeinen Löhne unter dem nationalen Durchschnitt verdienen. Die Löhne von unqualifizierten oder gering qualifizierten Mitarbeitern liegen häufig auf dem Mindestlohn oder dem tarifvertraglich vereinbarten Grundniveau, während gut qualifizierte Arbeitnehmer für ihr Land für ein gleichwertiges Qualifikationsniveau unter dem Durchschnitt verdienen. Darüber hinaus wurden in dem Bericht gravierende geschlechtsspezifische Unterschiede, eine hohe Inzidenz prekärer Arbeitsverträge, unregelmäßige Arbeitszeiten und nur wenige Karrierechancen festgestellt.

Diese kombinierten Faktoren tragen häufig zu Schwierigkeiten bei der Einstellung und Bindung von Arbeitnehmern in diesem Sektor bei. Zusätzliche Schwierigkeiten betreffen die Arbeitsorganisation und Arbeitsmuster, die schwer mit dem Familienleben in Einklang zu bringen sind. Für einige grenzüberschreitende Regionen in der EU können Retentionsschwierigkeiten auch mit der zunehmenden Mobilität der Arbeitskräfte in Länder mit höheren Löhnen zusammenhängen. Insgesamt gibt es weniger Wettbewerb zwischen Arbeitgeberorganisationen als Gewerkschaften in diesem Sektor, da die Abgrenzung zwischen den Organisationen ziemlich klar ist, was den Wettbewerb um die Mitglieder verringert. EIRO-Korrespondenten berichteten von einer gewissen Rivalität nur zwischen Arbeitgeberverbänden in Österreich, Dänemark, Deutschland, Spanien und Schweden. Die wichtigsten Beispiele sind Österreich und Spanien. In Österreich decken viele verschiedene Tarifverträge die Löhne und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen ab, was zu Rivalitäten zwischen den Arbeitgeberorganisationen in diesem Sektor führt.